![]() |
|
Sewecom StufenkonzeptUnterscheidung unterschiedlicher organisatorischer Stufen |
|
|||||||||||||||
|
Begriffe wie Intranet, Extranet und VPN (virtual private network) werden meist nicht eindeutig gebraucht, vor allem indem völlig unterschiedliche Modalitäten miteinander vermischt werden: Die Frage des Zugangsweges (wie wird vernetzt) und die Frage der Zugangsrechte (wer darf was). Um diese Begriffsverwirrung zu umgehen, haben wir uns entschieden unser gestuftes Sicherheitskonzept in einer weiteren Übersicht zu beschreiben, das 4 Bereiche umfasst:
Das hier
vorgestellte Stufenkonzept dient vor allem dazu Entscheidern eine
Orientierungshilfe zu geben. Es ist Bestandteil des umfassenden
Sewecom-Standards
und ebenso wie dieser ein Meta-Konzept, das auf den
jeweils konkreten Bedarf einer Organisation / eines Unternehmens angepasst
werden muss und nicht eins zu eins übernommen werden sollte.
Übersicht:
Zugangswege-Stufen
Zugangsrechte-Stufen
Kommunikations-Stufen
Qualifikations-Stufen Das Stufenkonzept erfasst dabei nur einen Teil der gestuften Sicherheitsstruktur. Hinzukommen noch verschiedene technische Sicherheits-Stufen, die hier nicht erläutert werden können, da sie sich in den jeweiligen Details unterscheiden und gerade dadurch Sicherheit bieten, dass sie nicht bekannt gemacht werden.
Stufe ZW 0) Interne Vernetzung vor Ort Sobald bei dieser Stufe auch nur ein beteiligter PC Zugriff auf das Internet Zugriff hat muss gewährleistet werden, dass ein umfassendes Sicherheitskonzept realisiert wird und der Zugang zum Internet nicht ungesichert möglich ist. Innerhalb des Bereichs von Stufe 0 gibt es zum Beispiel:
Sichere Abschirmung Bei einer Vernetzung nach außen müssen besondere Sicherheitsmaßnahmen eingerichtet werden (z.B. Firewall und Viruswall), um möglichen Schaden abzuwenden. Dies kann durch eine eigene EDV-Abteilung gewährleistet werden oder durch einen externen Provider. Hierbei müssen besondere Kompetenzen bezüglich einer Sicherheits-Infrastruktur vorliegen. Normale Providerdienstleistung genügt nicht.
Internetzugang Selbst wenn nur ein Zugriff von innen (Stufe 0) nach außen ins Internet (und nicht umgekehrt) vorgesehen ist, muss bereits ein Sicherheitskonzept realisiert werden. Sobald eine Verbindung nach draußen besteht, kann prinzipiell auch von außen zugegriffen werden. Bei einem ungesicherten Internetzugang ist dies sehr gefährlich.
Stufe ZW 1) Gesicherter Zugriff über Telefonnetz Der Zugriff zur Stufe 0 geschieht hierbei durch die öffentlichen Telefonnetze: Durch eine Standleitung bzw. eine telefonische Einwahl (Dial-in). Wichtig ist hier die Zugangserlaubnis abzufragen. Dabei ist die Zuweisung einer festen internen IP-Adresse möglich, was einen geregelten Zugriff auf nur bestimmte interne Bereiche ermöglicht. Der Zugang zwischen Stufe 1 und Stufe 0 sollte getunnelt und verschlüsselt erfolgen. Sinnvoll ist dieser Zugangsweg z.B. für:
Stufe ZW 2) Gesicherter Zugriff per Internet-VPN Es gibt heute auch die Möglichkeit Daten verschlüsselt durch das Internet zu transferieren. Nur ein sehr zuverlässiges Konzept kann dabei aber auch ein hohes Maß Sicherheit gewährleisten. Diese Stufe des Zugangs wird vor allem aus Kostengründen gewählt, um die Telefonkosten zu reduzieren, die besonders bei großen Distanzen sehr hoch sind. Möglicher Praxisgebrauch:
Stufe ZW 3) Gesicherter Zugriff per Internet Der Zugriff
erfolgt hier ausschließlich gesichert per SSL-Zertifikat.
Hier kann also ein Web-Formular (https) die
sichere Verbindung zwischen dem Kunden bzw. Klienten und der Organisation
bilden und ersetzt die unsichere Standard-E-Mail. So ist eine einfache
Kommunikation möglich und auch die Einbindung in
Geschäftsprozesse (Buchung, Abfragen,...).
Stufe ZW 4) Ungesicherter Zugriff per Internet Hier kann ein Datenaustausch erfolgen, der keinerlei sensiblen Daten betrifft. Personenbezogene oder andere vertrauliche Daten dürfen über diesen Weg auf keinen Fall transferiert werden. Zur unsicheren Stufe 4 gehören z.B. die normale E-Mail oder der Datentransfer per regulärem (http://) Web-Formular. Ein Zugriff zu sensiblen Bereichen von Stufe 4 aus ist unbedingt zu verhindern.
Stufe ZR 1) Leitungsebene / Mitspracheberechtigte (z.B. Betriebsrat) Stufe ZR 2) Rechte-Administrator Stufe ZR 3) Berechtigter zur Vergabe von Zugangsrechten Stufe ZR 4) Zugangsrechte-Inhaber Die Zugangsrechte müssen geregelt werden, um innerhalb eines Netzwerkes den Zugriff auf die jeweiligen Bereiche angemessen zu steuern. Die Leitungsebene (Stufe A) muss die Zugangsrechte-Verwaltung regeln. Nur wenn es hier ein klares Konzept gibt, ist auch gewährleistet, dass jeder nur zu dem Bereich Zugriff hat, zu dem er zugelassen werden soll.
Stufe K 1)
Intranet mit unterschiedlichen Diensten Stufe K 2)
Internetkommunikation per https (SSL-Zertifikat) Stufe K 3)
Internetkommunikation per Standard-E-Mail (smtp / POP3)
Die
Leitungsebene muss ein Gesamtkonzept entwickeln, indem zunächst ein
Schutzbedarf für die einzelnen Bereiche festgelegt wird. Danach sollte
klar geregelt werden, welche Bereiche in welcher Weise (Zugangswege)
Zugriff erhalten. Die Zugriffsrechte werden danach für jede Person
einzeln geregelt. Die Stufung bedeutet dabei nicht, dass die jeweiligen Qualifikationen geringer werden: Stufe Q 1)
Leitungsebene: Grundwissen zu Rahmenbedingungen Stufe Q 2)
Betriebliche Sicherheits- und Datenschutzbeauftragte Stufe Q 3)
Sicherheitsmanagement / EDV-Infrastruktur Stufe Q 4)
Multiplikatoren zu Datenschutz und Datensicherheit Stufe Q 5)
Anwender/innen mit Zugang zum Netzwerk / Intranet
|
||||||||||||||||||