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Es kommt in der Praxis des Internets noch immer zu einer deutlichen Diskrepanz
zwischen dem subjektiv erlebten großen Sicherheitsgefühl von Klienten
und der tatsächlichen objektiven Unsicherheit im Internet. Daher sollte
ein Dienst, der vertrauliche Prozesse zum Gegensand hat, es nicht der
technischen Kompetenz der Ratsuchenden überlassen, ob der Beratungskontakt
in einem vertraulichen Rahmen geschieht oder nicht. Vielmehr soll auch
hier dafür gesorgt werden, dass jeder Kontakt in geschütztem Rahmen stattfindet.
Seriöse Firmen und vor allem Banken bringen ihre Kunden erst gar nicht
in die Situation, vertrauliche Daten in einem unsicheren Modus über das
Internet zu senden. Diese Firmen fühlen sich für ihre Kunden mitverantwortlich.
Ihre Verantwortung beginnt nicht erst beim Eingang der Daten, sondern
bereits bei der Aufforderung zur Übermittlung der Daten. Gerade die kommende
Generation von Internetnutzern weiß immer weniger von den technischen
Hintergründen und Gefahren. Um so mehr sollten Organisationen, die Kommunikation
im Internet anbieten, ausschließlich sichere Lösungen anbieten. Der Anbieter
hat in diesem Fall eine Sorgfaltspflicht, auch dann, wenn der Nutzer die
Technik nicht durchschaut bzw. mögliche Risiken nicht abschätzen kann.
Kunden und Klienten sollten darauf vertrauen können, dass ein Anbieter mit einem
guten Namen alles Mögliche für die Vertraulichkeit und den Datenschutz
unternimmt und der Gefahr entgegengewirkt wird, dass sich zwischen
Organisation
und Kunden/Klienten andere Personen (unerkannt!) in die Kommunikation einschalten.
In letzter Zeit hat sich das Bewusstsein zu Fragen der Datensicherheit
immer mehr ausgeprägt. Gerade die überdimensional wachsende Zahl von Computerviren
im Jahr 2001 / 2002 und die Folgekosten von vielen Millionen Euro, haben
bei Firmen die Einsicht wachsen lassen, dass Sicherheitslösungen sogar
Folgekosten reduzieren können. Aber auch bei sozialen, kirchlichen,
juristischen und
medizinischen Beratungsanbietern im Internet wächst die Bereitschaft zur
Auseinandersetzung mit einem Thema, das in der gewohnten Realität keine
Frage ist:
Vertraulichkeit ist für Beratung / Kommunikation grundlegend.
Überblick:
1.) Dimensionen von Datensicherheit
2.) Psychologische und
pädagogische Herausforderungen
3.) Problematik bei E-Mail- und
Chat-Beratung
4.) Intranet nach dem Sewecom-Standard
5.) Organisation definiert
Sicherheitsbedarf selbst
6.) Ausblick: Sichere Kommunikation im Internet
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