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Internetsicherheit ist zur Zeit nur am Rande ein technisches Problem.
Zwar ist die Technik bezüglich Hard- und Software-Sicherheit noch lange
nicht ausgereift und wird es auch niemals ganz und gar sein. Die meisten bestehenden technischen Sicherheitsmöglichkeiten
werden jedoch nicht ausgeschöpft, weil die Computer-Anwender/innen sich
der Problematik nicht bewusst sind und nicht zielgerichtet Abhilfe
schaffen.
Das Ausmaß der Sicherheitsproblematik wird gemeinhin unterschätzt. Gründe
dafür liegen am mangelnden Risikobewusstsein. Erst durch die weltweite Vernetzung
im Internet kam es zu einer neuen Bedrohung, die es bei den früher relativ
abgeschotteten einzelnen Netzwerken so nicht gab. Außerdem handelt es
sich um ein relativ neues Erfahrungsfeld. Aufgrund weniger negativer Erfahrungen,
ist die mögliche Gefahr nicht im Bewusstsein. Gefahren werden in anderen
Zusammenhängen aus eigener Anschauung gemacht und sei es nur durch die
Wahrnehmung anderer, die gefühlsmäßig auf Gefahrensituationen reagieren.
Die noch vorherrschenden geringen Computerkenntnisse tragen ebenfalls
dazu bei die Risiken zu unterschätzen.
Das teilweise irrationale Vertrauen ausschließlich in technische Lösungen
ist ein weiterer Punkt, der für sichere Prozesse nicht angemessen ist.
Spricht man von technischer Sicherheit, so ist schnell die Rede von dem
Zauberwort "Firewall". Wenn dieses Wort ausgesprochen wird scheint
es keine Probleme mehr zu geben. Selbst in fortschrittlichen Unternehmen
kommt es vor, dass Firewall auch genau wie ein Zauberwort im Betrieb angewendet
wird: "Wir haben eine Firewall - uns kann nichts passieren".
Dies erinnert weniger an Aufgeklärtheit im Informationszeitalter des 3.
Jahrtausends als vielmehr an einen "Abwehrzauber" in einem Kinderbuch
wie Harry Potter.
Eine Firewall ist in der Realität jedoch nur ein (wenn auch zentraler)
Teil eines Gesamtkonzepts, das nicht wirksamer sein kann als der
Kenntnisstand der Beteiligten. Selbst eine Firewall macht dabei nur Sinn,
wenn sie von Menschen angemessen konfiguriert und gewartet wird und in ein
Gesamtkonzept eingebunden ist.
Zentrale Sicherheitsfaktoren sind also die Sicherheitskompetenzen der
Mitarbeitenden: Grundkenntnisse der Sicherheitsfragen müssen vorhanden
sowie Mindeststandards verbindlich sein. Diese umfassen die Bereiche der
sicheren Datenübermittlung ebenso wie Aspekte der Sicherheit der Daten
auf den lokalen PCs und dem Rechner der Beratungseinrichtung. Die Erfahrung
in Unternehmen mit sensiblen Daten zeigt, dass die Schulung der Sicherheitskompetenzen
der Mitarbeitenden die wichtigste Herausforderung darstellt, da das Sicherheitsbewusstsein
die kritische Variable im gesamten Sicherheitskonzept darstellt. Die gezielte
Weiterbildung der Mitarbeitenden ist deshalb ein Kernpunkt eines Sicherheitskonzeptes.
Ein hohes Maß an Sicherheit ist nur zu gewährleisten, wenn die verschiedenen
Sicherheitsaspekte den Mitarbeitenden bekannt sind und die aktuellen Sicherheitsstandards
eingehalten werden.
Überblick:
1.) Dimensionen von Datensicherheit
2.) Psychologische und pädagogische Herausforderungen
3.) Problematik bei E-Mail- und
Chat-Beratung
4.) Intranet nach dem Sewecom-Standard
5.) Organisation muss
Sicherheitsbedarf selbst festlegen
6.) Ausblick: Sichere Kommunikation im
Internet
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