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Zum aktuellen
Sewecom-Standard.
Der hier beschriebene Sewecom-Standard für
sichere Kommunikation in Internet und Intranet soll dazu beitragen ein
Mindestmaß an Datensicherheit in Firmen und Einrichtungen zu realisieren.
Übersicht
A) Organisation
A1) Gesamtkonzept erforderlich
A2)
Leitungsebene der Organisation ist eingebunden
A3)
Konkretes Sicherheitskonzept: Prozess definieren
A4) Sicherheitsbeauftragte
A5) Interne Sicherheitsrichtlinien und -standards werden definiert
A6) Schulung der
Mitarbeiter/innen
A7) Mehrstufige
Sicherheitsebenen
A8) Beteiligte PCs,
Software und Netzwerke
B) Internet-Technik (ggf.
extern)
B1)
Auswahl und Verpflichtung externer Dienstleister
B2) Technische
Sicherheits-Infrastruktur
B3) Sichere
Server-Infrastruktur
B4) VPN - virtual private
network
B5)
Administrative Zugänge zu Servern besonders gesichert
B6)
Kommunikationslösung geschieht webbasiert
B7)
SSL-Server-Zertifizierung nach Signaturgesetz
B8) Intranet besonders
gesichert
C) Darstellung nach Außen
C1) Aufklärung der Kunden
/ Klienten
C2) Erklärung zu Datenschutz und Datensicherheit / Privacypolicy
Weiteres
Visuelle
Darstellung dieses Standards
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früherer Versionen
Zu den PC-Sicherheits-Tipps
A)
Organisation
A1) Gesamtkonzept
erforderlich
Bei einem Sicherheitskonzept nach dem Sewecom-Standard handelt es sich
um ein umfassendes Gesamtkonzept, das alle beteiligten Personen und technischen
Komponenten einer Organisation sowie die ggf. beteiligten externen
Dienstleister umfasst. Als Organisation wird hier das Gesamtsystem
(Konzern, Unternehmen, Dachverband, Einrichtung) verstanden, welches das
Sicherheitskonzept entwickelt und realisiert. Nur wenn alle relevanten Bereiche
in das Konzept integriert sind, kann
dabei ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet werden. Nur dann
entspricht das Sicherheitskonzept dem Sewecom-Ansatz. (Überblick:
Sewecom-Abbildung)
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A2) Leitungsebene der Organisation ist eingebunden
Sicherheit muss von der obersten Leitungsebene gewollt sein und vorangetrieben
werden. Sicherheitsstandards, die nicht eingefordert werden können, erweisen
sich schnell als unwirksam, weil sie in Vergessenheit geraten oder ohne
Folgen untergraben werden können.
Nur wenn sich die Leitungsebene ebenfalls die Sicherheitsthematik zu Eigen macht
und diese bei Bedarf einfordert, ist eine Realisierung von wirksamen Sicherheitsstandards
in der Organisation zu erreichen.
Sicherheitsberatung von außen darf in diesem Sinne ausschließlich als
Begleitung verstanden werden. Nur wenn die Verantwortung für Datenschutz
und Datensicherheit in der Leitungsebene der Organisation verankert wird,
kann ein für die Organisation angemessenes Sicherheitskonzept nachhaltig
wirksam werden. Von außen können Beratung oder technische Komponenten
eingekauft werden, die
Verantwortung für den Sicherheitsbedarf sowie für die Entwicklung und
Realisierung des jeweiligen konkreten Sicherheitskonzepts nach dem
Sewecom-Standard verbleiben jedoch in der Organisation selbst.
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A3) Konkretes Sicherheitskonzept: Prozess definieren
Datensicherheit darf nicht als etwas Statisches missverstanden werden, das einmal
eingekauft werden kann und dann für immer da ist. Vielmehr ist Sicherheit
in einer Organisation als Prozess zu verstehen, der sich der Veränderung
der Umwelt anpassen muss. Im konkreten Sicherheitskonzept wird somit ein
Prozess definiert, der alle Abläufe und beteiligten Personen mit ihren
jeweiligen Aufgaben erfasst. Dabei werden unterschiedliche
Kommunikationswege ermöglicht, die selbst bei möglichen Störungen eine
zielgerichtete Alarmierung ermöglichen.
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A4) Sicherheitsbeauftragte
Um diesen Prozess angemessen zu steuern, muss es
Sicherheitsbeauftragte
geben, welche in besonderer Weise dafür ausgebildet sind und für die
gesamte Fragestellung in Zusammenarbeit mit der Leitung Verantwortung übernehmen.
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A5) Interne Sicherheitsrichtlinien und -standards werden definiert
Verbindliche Sicherheitsrichtlinien der jeweiligen Organisation bilden die Basis für die Umsetzung
eines Sicherheitskonzeptes. Darin werden die vertraglichen Rahmenbedingungen
erläutert und es wird auf Konsequenzen und Sanktionen hingewiesen, die
für die Mitarbeiter/innen bei Verstößen gegen diese Richtlinien eintreten können.
Die Verpflichtung auf die geltenden Datenschutzbestimmungen wird hier
beschrieben.
Die Sicherheitsstandards konkretisieren die Richtlinien und sind ebenso
verbindlich. Sie müssen regelmäßig an die aktuellen Bedingungen angepasst
werden. In ihnen wird festgelegt, welche Sicherheitseinstellungen an den
beteiligten PCs vorzunehmen sind, welche Gefahren bei Soft- und Hardware
abzuwenden sind und wie Angriffe effektiv abgewehrt werden können. In
einem Alarmierungsplan wird dabei genau beschrieben, wer für was zuständig
ist und wie mit möglichen Angriffen umzugehen ist.
Informationen zum Datenschutz:
Virtuelles Datenschutzbüro
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A6) Schulung der Mitarbeiter/innen
Alle Beteiligten werden entsprechend ihrer Zugangsrechte aus- und
weitergebildet. Dies beinhaltet das Grundverständnis des Gesamtkonzepts
sowie ausreichende Kenntnisse zu Datenschutz und Datensicherheit. Nur
diejenigen Mitarbeiter/innen, welche die Gefahren kennen, sind in der
Lage, diesen aktiv entgegenzuwirken. Aus- und Weiterbildung im Bereich
Sicherheit stellt dabei einen zentralen Punkt für die
Wirksamkeit eines Sicherheitskonzepts
dar.
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A7)
Mehrstufige Sicherheitsebenen
Es werden unterschiedliche Sicherheitsebenen im Sicherheitskonzept
miteinander kombiniert. Es kann immer sein, dass eine Sicherungsfunktion -
aus welchen Gründen auch immer - vorübergehend ausfällt. Dadurch sollte
aber nicht das Ganze zu schützende System tangiert werden. Diese
Mehrstufigkeit gilt sowohl für die technischen Lösungen als auch für die
beteiligten Mitarbeiter/innen.
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A8)
Beteiligte PCs, Software und Netzwerke
Die beteiligten PCs und Netzwerk-Komponenten werden entsprechend den
in den Sicherheitsstandards festgelegten Beschreibungen konfiguriert und
ausgestattet. Bei einem Arbeits-PC, der dem Sewecom-Standard entspricht,
dürfen dabei keine risikovollen Zugriffe von außen erlaubt werden.
Insbesondere Software mit Serverfunktionalität darf nur installiert werden
bzw. bleiben, wenn dies ausdrücklich erlaubt und für die Arbeit notwendig
ist. Auch bei der Hardware dürfen lediglich unbedenkliche Komponenten
verwendet werden. Gefahren, die zum Beispiel durch unverschlüsselte Funk-Komponenten
(z.B. Maus, Tastatur) entstehen können, wird durch die konkreten und
jeweils aktuellen Sicherheitsstandards ebenfalls entgegengewirkt.
Alle beteiligten PCs und Netzwerke gehen ausschließlich über einen
gesicherten Zugang ins Internet. Dabei sind nur die notwendigen
Internetdienste (http, https, ftp,...) freigeschaltet. Jeglicher Datentransfer
- auch der Zugang zum Internet - wird durch Firewall- und Viruswall-Lösungen gesichert.
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B) Internet-Technik (ggf. extern)
B1) Auswahl
und Verpflichtung externer Dienstleister
Nicht jede Organisation ist in der Lage, eine eigene Infrastruktur
aufzubauen, sondern muss gegebenenfalls auf externe Dienstleister
zurückgreifen. Externe Dienstleister (z.B. Internet-Service-Provider)
können dabei aber eine erhebliche Sicherheitslücke darstellen. Nur
Dienstleister, die in der Sicherheitsthematik ausreichend qualifiziert
sind, sind im Sinne des Sewecom-Ansatzes
vertretbar. Die
internen Daten werden hier schließlich in die Hände von Dritten gegeben. Ein
eigenes Sicherheitskonzept der Organisation nützt in diesem Fall also
nichts, wenn nicht auch alle beteiligten externen Dienstleister ein
angemessenes Sicherheitskonzept vorweisen können und die Einhaltung dieses
Konzeptes vertraglich gegenüber der Organisation garantieren.
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B2) Technische Sicherheits-Infrastruktur
Vor allem die technische Infrastruktur (Server, VPN, Firewall,
Viruswall) ist in der konkreten Ausgestaltung eine Frage der
Finanzen, da es sich um dauerhafte Folgekosten (intern: Personal und
Technik / extern: Dienstleistung) handelt. Dem Niveau an Sicherheit sind
dabei keine Grenzen gesetzt. Gleiches gilt entsprechend für die Kosten.
Ein angemessenes Maß an Sicherheit ist dabei allerdings nur zu erreichen,
wenn die technischen Komponenten nicht veraltet sind, Sicherheitslücken
bei Hard- und Software regelmäßig geschlossen werden und die
verantwortlichen Mitarbeiter/innen kontinuierlich weitergebildet werden.
Kann dies innerhalb der Organisation nicht gewährleistet werden, hilft unter Umständen ein
externer Dienstleister, das Sicherheitsniveau zu erhöhen,
wenn jener diese Punkte zuverlässig gewährleisten kann. Die technischen Komponenten sollten
dabei den Richtlinien des
BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie) entsprechen:
www.bsi.de.
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B3)
Sichere Server-Infrastruktur
Die Daten werden ausschließlich auf einem Server gespeichert, der höchsten Sicherheitsanforderungen
genügt. Die Verbindung zum Internet wird dabei durch Firewall- und Viruswall-Lösungen
gesichert, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.
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B4) VPN - virtual private network
Falls die Technik nicht ausschließlich im eigenen Haus realisierbar ist,
kann die Vernetzung über ein getunneltes VPN geschehen oder
über Standleitungen bzw. Dial-In. Der Sewecom-Ansatz hat ein geschlossenes
Netzwerk zum Ziel. Das Eindringen von Unbefugten muss also auch in diesem
Falle effektiv abgewehrt werden. Notwendige Sicherheitsfaktoren sind im
Falle eines VPN: Verschlüsselung, Authentifizierung und
Zugangskontrolle, eingebettet in ein schlüssiges Vernetzungskonzept.
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B5) Administrative Zugänge zu Servern
besonders gesichert
Die administrativen
Zugänge sind also auf keinen Fall direkt über das Internet erreichbar, sondern
(falls
nicht im eigenen Haus möglich) über ein virtual private network (VPN), das
den oben beschrieben Sicherheitsanforderungen entspricht.
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B6)
Kommunikationslösung geschieht webbasiert
Eine Kommunikationslösung über das Internet ist mit Kunden und
Klienten per gängigen
E-Mail-Protokollen
nicht vertretbar. Der Verschlüsselungsvorgang ist zu kompliziert und wird
in der Praxis von Kunden/Klienten kaum genutzt.
Webbasierte Mail
ist hier sinnvoll, weil sie nutzerfreundlich zu realisieren ist und den
beschriebenen Gefahren entgegenwirken kann. Die
Dimensionen
von Datensicherheit können dadurch verlässlich garantiert werden:
Vertraulichkeit, Verbindlichkeit, Integrität. Außerdem die
Authentizität der Organisation. Bezüglich der Kunden / Klienten kann die
Organisation selbst bestimmen, ob sie von den Nutzern Authentizität oder
Anonymität erwartet. Sämtliche Kommunikationsverläufe verbleiben also auf
dem Server der Organisation und können so gesichert und vor unbefugten
Zugriffen geschützt werden.
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B7) SSL-Server-Zertifizierung nach Signaturgesetz
Um den höchsten gesetzlichen Standards für Verschlüsselungstechnik zu
genügen, wird ein nach deutschem Recht anerkannter Zertifizierer gewählt.
Dieser muss von der zuständigen Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation
(www.regtp.de) für die Ausstellung von Sicherheits-Zertifikaten zugelassen sein. Mit
einer Zertifizierung durch eine anerkannte Zertifizierungsinstanz ist
dann auch im Internet glaubwürdig nachzuvollziehen, dass es sich bei dem
Internet-Angebot einer bestimmten Organisation auch wirklich um diese selbst handelt (Authentifizierung).
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B8) Intranet
besonders gesichert
Ein
Intranet stellt im hier beschriebenen Sinne eine Plattform
dar, über die sich
Mitarbeiter/innen intern vernetzen. Insofern stellt es auch eine sinnvolle
Ergänzung einer Kommunikationsplattform für das Internet dar, wie sie durch den
Sewecom-Standard sicher ermöglicht werden kann. Ein Intranet enthält vertrauliche Informationen eines einer Organisation. Ein
Intranet nach dem Sewecom-Standard wird strengsten Anforderungen
unterworfen. Auch hier ist die geregelte Zugangskontrolle mit
Authentifizierung der zentrale Ansatzpunkt, der mit der Vergabe einer
eindeutigen internen IP-Adresse ergänzt wird. Durch eine entsprechende
Firewallkonfiguration wird ein direkter Zugriff aus dem Internet
abgewehrt.
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C) Darstellung nach Außen
C1) Aufklärung der Kunden / Klienten
Die Nutzer (Kunden/Klienten) der Kommunikationsplattform werden auf mögliche Gefahren bezüglich PC und Internetzugang aufmerksam gemacht. Es werden zudem Hinweise und / oder Links
bereitgestellt, die dazu beitragen können, den Zugang und die PCs ebenfalls angemessen
sicher zu machen. (PC-Sicherheits-Tipps)
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C2) Erklärung zu Datenschutz und Datensicherheit /
Privacypolicy
Die Nutzer werden an deutlich sichtbarer Stelle der Website über die
Sicherheitspolitik der Organisation in Kenntnis gesetzt. Insbesondere
auf die Frage der Speicherung und Löschung von Daten wird hingewiesen. Der Umgang mit
den IP-Adressen als Datenspuren muss ebenfalls
beschrieben werden.
Die IP-Adressen sollten dabei vom Systemadministrator für eine begrenzte
Zeit aufbewahrt werden. Dies dient zum Schutz vor möglichen Angriffen aus
dem Internet.
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früherer Versionen
Weiterentwicklung des Standards
Zu den PC-Sicherheits-Tipps
Sewecom-Standard aktuell
Stand 29.08.2002
© 2002 by .etc EDV Training Consulting GmbH,
Mainz
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